Sonntag, 8. September 2013

Pancakes

Eine amerikanische Frühstücks-Liebesgeschichte.

Als absoluter Kochlaie kann ich mich glücklich schätzen einen so talentierten Mann zu haben der mir das beste Essen der Welt zaubert - Tag für Tag.

Deshalb gibt’s als Dankeschön immer wieder (ganz uneigennützig) Kochbücher als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch.
Diese Woche gab's Chef Chloe's Buch.
Irgendetwas hatte mich geritten, vermutlich der Hunger, und so hab ich es selbst aufgeschlagen und bin bei den Pancakes hängen geblieben.
Menschen die mich kennen, wissen dass es um meine Kochkünste nicht weit her ist, aber DIESES Rezept hab ich voll drauf - yay!! Sagt sogar mein Mann!


Das tolle an dem Rezept ist, vermutlich hast du heute alles zu Hause um sie gleich auszuprobieren.
Ich hab sie mittlerweile schon drei Mal gemacht und die Rezeptur ein klein wenig geändert. Das erstaunliche ist das sie jedes Mal super fluffig und genial werden.
Ich bin Pancake verliebt.

Deshalb ausprobieren und verlieben!


Du brauchst:

1 Cup Universal Mehl [120g] - hatte ich nicht zu Hause und somit Weizenmehl glatt genommen. 
1 Esslöffel Backpulver
1/2 TL Salz
1/4 TL Zimt (ich habe ein wenig mehr genommen, ich liebe Zimt!)

3/4 Cup Wasser [175ml] (ich mache halb Wasser halb Mandelmilch, dadurch wird der Geschmack noch besser)
3 EL Ahornsirup (hab ich nicht - wir haben Agavendicksaft genommen, NOCH besser  und somit unschlagbar ist Bennis selbstgekochter Vanille-Tonkabohnen-Sirup)

Pflanzöl zum Rausbraten
Ahornsirup/Agavensirup/Sirup zum Servieren


Optional nicht notwendig aber ur gut wenn man es hat: 
Frische Himbeeren oder Heidelbeeren
Von Sonnentor -Blütenhäubchen zum drüberstreuen.


So geht's:

In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten miteinander vermischen.
In einer kleinen Schüssel die flüssigen Zutaten verrühren.

Pfanne auf mittlere Hitze erwärmen.
Die flüssigen Zutaten in die trockenen Zutaten mit einem Schneebesen rühren und vermengen. Dabei nicht zu viel rühren lediglich das alles glatt vermischt und nicht zu sehr aufgeschlagen wird. Der Teig wird innerhalb ein paar Minuten durch das Backpulver  aufgehen - ein wenig wie Schaum wenn man mit einer Kelle hineinfahrt.

Öl in die erhitzte Pfanne geben (nicht zu wenig der Boden sollte gut bedeckt sein, die Pancakes sollen nicht frittiert drinnen schwimmen aber gut in einer glasigen Ölschicht liegen, damit sie die typische Bräunung bekommen). Die Pfanne sollte schon gut heiß sein. 
Mit einer schwach gefüllten Kelle den Teig (der keine Ruhezeit braucht) in die Pfanne geben - bei mir gehen sich ca. 4 Stück aus die haben dann einen Durchmesser in etwa wie eine Tasse.

Habt ihr frische Himbeeren oder Heidelbeeren könnt ihr sie jetzt auf die obere Teigseite legen. Das schmeckt so unglaublich lecker da sie beim wenden von unten angebraten werden :)

Sobald der Teig anfängt in der Mitte auf der Oberseite Bläschen zu werfen, wenden und ca. 1 Minute auf der zweiten Seite weiterbraten.

Anrichten (stapeln und mit Sirup übergießen und zb. Blütenhäubchen drüber streuen). Essen. :)

Samstag, 30. März 2013

Moscow Mule

Ostersonntag mit einem Aperitif starten? Ich bin dabei. Wir haben ihn in The Sign - Cocktailbar in Wien kennengelernt. Die Variante ist ruckzuck fertig und erfrischend - vielleicht kommt ja dann endlich der Frühling!

4 cl Vodka
3 Tropfen Angostura
Gingerbeer
4 cl Limettensaft
2 Limettenspalten
2 Scheiben Gurke
Eis

Eis, Limettenspalten und Gurkenscheiben ins Glas geben, restliche Zutaten über das Eis laufen lassen und mit Gingerbeer auffüllen.

Gingerbeer gibt es zum Beispiel in indischen Geschäften (zB in 1020 Wien), es lohnt sich aufjedenfall echtes Gingerbeer zu kaufen!

Freitag, 29. März 2013

Linsenpasta

Das beste Essen der Welt! Diese Linsenbolognese gehört zu meinen absoluten Topfavoriten und ich könnt es jeden Tag essen. 
Awww Achtung Suchtgefahr! Am besten gleich mehr machen und Portionsweise einfrieren. Es gibt nichts schöneres als nach einem langem Tag nach Hause zu kommen und im Tiefkühler eine Portion Linsenbolognese zu entdecken!


ZUTATEN
1 Tasse schwarze Linsen (Belugalinsen)
1 Dose Tomaten (wenn geht San Marzano)
100 ml Rotwein
250 ml Gemüsesuppe
1 große Karotte
1 Stück Sellerie (oder eine Stange Stangensellerie....schmeckt besser)
1 mittlere Zwiebel
4 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt (getrocknet)
1 TL Bohnenkraut (getrockenet)
1/2 TL Oregano (getrocknet)
1/4 TL Thymian (getrocknet)
Balsamico
Salz
Pfeffer
Olivenöl
(wenn vorhanden dann drei Tropfen weißes Trüffelöl)
1 Pkg. Spaghetti od. Linguine


UND SO GEHT'S
Linsen in ein Sieb geben und abbrausen. 
Einen Topf mit kaltem Wasser auf den Herd stellen. Linsen, Lorbeerblatt und Bohnenkraut hineingeben und aufkochen lassen. 
Nach dem Aufkochen die Hitze zurückschalten und die Linsen bei kleiner Hitze fertig garen (ca. 15 Minuten). Sie sollten nicht zu durch sein, eher kernig bleiben weil's nachher noch in die Sauce kommen. 
Wenn sie fertig gegart sind in ein Sieb abgiessen, mit kaltem Wasser abspülen und beriseitestellen.
Zwiebel, Karotte und Sellerie in sehr feine Würfel schneiden. 
Einen großen Topf erhitzen und Olivenöl darin heiß werden lassen. Zwiebel, Karotten und Selleriewürfel darin 2 Minuten anschwitzen. Getrocknete Kräuter (Oregano, Thymian) und Tomatenmark unterrühren und eine Minute mitrösten. 
Mit einem Schuss Balsamico und dem Rotwein ablöschen. Gründlich einköcheln lassen. Der Wein sollte fast komplett verdampfen. 
Danach die Tomaten aus der Dose und die Suppe angiessen. Alles mit Salz und Pfeffer würzen und einmal aufkochen lassen. 
Das ganze dann bei geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten leise köcheln lassen. 
Nach 20 Minuten dann die Knoblauchzehen schälen und durch eine Presse in das Sugo drücken und einrühren. 
Linsen dazugeben und nochmal 10 Minuten durchköcheln lassen. 
Zum Schluss nochmal mit Salz und Pfeffer abschmecken. Falls das Sugo zu säuerlich ist (falls der Wein zu sauer war) dann noch mit ein bisserl Staubzucker oder Balsamico nachwürzen. Ein Schuss Olivenöl untermischen und mit Spaghetti od. Linguine vermischen.

Falls du weißes Trüffelöl hast kannst du drei Tropfen unters Sugo mischen....das gibt einen geilen Geschmack (aber es soll nicht mehr sein als ein paar Tropfen sonst schmeckts zu strange)

Ich mach in letzter Zeit noch immer ein Topping dazu:
Ein bis zwei alte Brotscheiben (egal ob Weißbrot, Semmerl oder Roggenbrot...völlig wurscht) in sehr kleine Würfel schneiden und in heißem Olivenöl in einer Pfanne knusprig rösten. Mit Salz würzen und ganz zum Schluss über den fertigen Spaghetti verteilen.
Mahlzeit!

Samstag, 23. März 2013

Zimtstangen

Heute gibt's pünktlich zum Wochenende noch einen Knüller für jeden Kaffeeklatsch.
Ein ganz schnelles Rezept wenn unerwartet Besuch vor der Tür steht. Kann ich mir aber auch gut zu einem Eis vorstellen :)


ZUTATEN
1 x fertigen Blätterteig
1/4 Cup Butter (Alsan)
3/4 Cup Zucker
ca. 2,5 TL Zimt

TIPP
Zu Beginn wenn ihr keine Cupbecher habt auch kein Problem, nehmt einfach einen Teil Butter und drei Teile Zucker. 1/4 Cup Butter oder Zucker entspricht 55 Gramm. Es würden aber auch 40 Gramm reichen für ein Teil Butter, mir bleibt nämlich immer etwas von der Masse über.
Beim Zimt aufpassen, bei zu viel Zimt kann es schnell bitter werden, dennoch darf die Masse schon stark nach Zimt schmecken da der Geschmack auf den Stangen abgemildert wird.


UND SO GEHT'S 
Rohr auf 200 Grad vorheizen.
Butter, Zucker und Zimt zusammengeben. Ist die Butter noch zu hart, stellt das Gemisch in einer feuerfesten Form in den Ofen während dem aufwärmen, für etwas 5 Minuten. Dann lässt sich die Masse super mit einer Gabel zu einer homogenen Paste vermischen.
Den Blätterteig ausrollen und die Zuckerpaste gleichmässig auf den Blätterteig verteilen. Ich nehm dazu einfach die Finger und streiche es mit ihnen ein.
Der breiten Seite entlang in 1 cm breite Streifen schneiden.
Die Streifen jeweils in der Hälfte zusammenklappen (wahlweise mit der Zuckerseite innen oder außen) und dann eindrehen.
Bei 200 Grad 10-15 Minuten in den Ofen schieben. Achtung nach 10 Minuten kontrollieren und darauf schauen damit der Zucker nicht verbrennt.

Ein paar Minuten auskühlen lassen, am besten schmecken sie lauwarm!

Freitag, 22. März 2013

Tofurührei

Was gibt es schöneres als mit einem warmen Frühstück in den Tag zu starten :)
Diese Rühreivariante ist ein toller Ersatz für Ei. Dazu 100% cholesterinfrei.
Das Weckerl ist nach einem Rezept aus Österreich Vegetarisch selbst gemacht (Seite 217). Das Buch ist schwer zu empfehlen. Soviele Schmankerl aus der österreichischen Küche. Im Index sind vegane Rezepte mit einem 'v' vermerkt.

Das Tofurührei ist nicht aus dem Buch und folgt hier:
















ZUTATEN | für 2-3 Personen
250 g weicher Tofu (z.B. Joya)
50ml ungesüßte Sojamilch
1 TL Salz
1/2 TL Kurkuma
1/4 TL Paprika Pulver (am besten geräuchert)
Optional 1 Prise Asnat (Teufelsdreck, hat einen schwefelhaltigen Geschmack wie Eier)
Zum Garnieren Schnittlauch oder Petersilie

ZUBEREITUNG
Tofu mit einer Gabel in einer Rührschüssel zerdrücken. Sojamilch, Salz, Kurkuma, Paprika Pulver und Asant  gut verühren. Über den zerdrückten Tofu giessen, verschmischen und 10 Minuten ziehen lassen. Eine Pfanne erhitzen und Tofu in etwas Öl bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten braten (gelegentlich umrühren).
Auf Tellern verteilen und mit gehackten Kräutern garnieren.
Tipp: Für einen besonders feinen Geschmack 2-3 Tropfen Trüffelöl in die Tofumarinade geben.


Guten Appetit!

Osterweckruf.

Der letzte Eintrag hier ist zehnmilliarden Jahre lang her. Letztes Jahr um diese Zeit wusste noch niemand dass unser Osterexperiment "Vegane Fastenzeit" nicht nach 40 Tagen enden würde. Geplant war ein großzügiges Austesten der veganen Ernährung mit 7 Jokertagen. Vor allem stand hier der Umwelt- & Ressourcenschutz im Vordergrund. Dann waren 40 Tage vorbei, aber irgendwie fing es dann erst an. Und schuld bin ich.

Ich bin die lästige, kleine zweite Hälfte von ChilinGinger, das vegane Ende vom Fleischanfang.
Und ich muss hier zuerst einmal erwähnen: Ich habe den besten Mann der Welt!
Denn nur meinetwegen macht er sich ständig die Mühe nach veganen Rezepten zu suchen und mir Tag für Tag etwas Leckeres zu kochen. Ich glaub oft weiß er gar nicht dass ich ihm sehr dankbar dafür bin.
Ausgesucht hat er sich's nicht vor allem da er sich zu der Zeit grad auf den Weg machen wollte raffinierter und auf höherem Niveau zu kochen. Mit zahlreichen Büchern hatte er sich eingedeckt und nun verschmähe ich plötzlich ein Stück Fleisch nach welchem ich mir früher alle zehn Finger abgeschleckt hätte (und den Tellerrand noch dazu).

Oft stößt er deshalb an seine Grenzen, weil es manchmal einfach nicht mehr so einfach oder leicht ist Gerichte nach zu kochen mit der Raffinesse die er anstrebt. Es gibt immer wieder Hürden denen man ausweichen muss: Eiern, Topfen, Mascarpone, Parmesan, vorallem Anchovis.
Ich persönlich finde ja er ist viel zu selbstkritisch - unsere Gäste können das bestimmt bestätigen.
Nun denn, aufjedenfall um wieder zum Anfang allen Übels zurückzukehren - ewig gab es keinen Eintrag mehr. Und jetzt reicht's mir. Kann ja nicht sein dass diese ganzen leckeren Rezepte die er ständig umsetzt in Vergessenheit geraten nur weil er denkt sie wären nicht gut genug!
Also kaper ich den Blog und poste euch was sich in Benni's Kitchen weiterhin abspielt.
Seid mir nicht böse - but the Bitch is vegan.

Alles Liebe,

Lela